Ärzte Zeitung online, 28.11.2008
 

Melamin in Futtermittel für biologische Geflügelzucht entdeckt

PARIS (dpa). Französische Behörden haben 300 Tonnen Melamin- verseuchtes Futtermittel gefunden. Ein Teil davon sei für die biologische Geflügelzucht bestimmt gewesen, berichtete die französische Zeitung "Le Parisien" am Freitag. Das Futtermittel wurde Ende Oktober aus China eingeführt.

Mehr als 1 000 Tonnen seien verfüttert worden. Wie die Zeitung weiter schrieb, liege der Melamin-Anteil bis zum 30-fachen über dem erlaubten Grenzwert. "Wir haben eine Reihe von Analysen durchgeführt, um zu prüfen, ob es ein Risiko für die Lebensmittel gibt. Das ist aber nicht der Fall", erklärte der Sprecher der landwirtschaftlichen Genossenschaft Terrena. Die im westfranzösischen Ancenis ansässige Genossenschaft hat das Melamin-verseuchte Soja-Futter eingeführt.

Die Verträge mit China seien jetzt infrage gestellt, versicherte der Sprecher. Melamin ist eine stickstoffreiche Chemikalie, die in der Kunststoffherstellung eingesetzt wird. Sie ist in Lebensmitteln verboten.

Topics
Schlagworte
Panorama (31097)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Inhalatives Steroid bei Kindern – Keine falsche Zurückhaltung!

Die Angst vor Frakturen sollte bei asthmakranken Kindern kein Grund gegen die Kortisoninhalation sein. Zurückhaltung könnte sogar den gegenteiligen Effekt haben. mehr »

Ibuprofen plus Paracetamol so effektiv wie Opioide

Es müssen keine Opioide sein: OTC-Analgetika wirken bei Schmerzen in den Gliedmaßen ähnlich gut wie Opioide, so eine US-Studie. mehr »

Steigender Drogenkonsum bereitet Sorgen

Der Cannabiskonsum wird unter Jugendlichen langsam aber stetig populärer. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung fordert einen massiven Ausbau der Präventionsangebote. mehr »