Ärzte Zeitung online, 02.12.2008

Chefarzt: Operation von Charlyn gut verlaufen - etwas optimistischer

BERLIN (dpa). Die Ärzte des schwer verletzten Berliner Mädchens Charlyn, das Opfer einer Briefkasten-Bombe wurde, haben sich "etwas optimistischer" gezeigt. Die neue, mehrstündige Operation des zerfetzten Armes sei am Montag sehr gut verlaufen, sagte Privatdozent Andreas Eisenschenk, Chefarzt der Handtransplantations- und Mikrochirurgie im Unfallkrankenhaus Marzahn.

Die Schülerin hatte am Mittwoch den Briefkasten der Familie geöffnet, als dort eine Sprengfalle explodierte (wie berichtet). Der von der Polizei bundesweit gesuchte mutmaßliche Attentäter Peter John, der Onkel von Charlyn, ist weiter auf der Flucht.

Ob der Arm gerettet ist, könne erst am Donnerstag gesagt werden, sagte Eisenschenk zur dpa. Es gebe eine Grenze von sechs bis sieben Tagen. An diesem Dienstag werde das Mädchen voraussichtlich aus dem künstlichen Koma geholt. Auch wegen der Verbrennungen seien noch mindestens sechs bis sieben Operationen erforderlich.

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