Ärzte Zeitung online, 04.12.2008

Kinderhilfswerk fordert besseren Nichtraucherschutz für Kinder

BERLIN (dpa). Das Deutsche Kinderhilfswerk hat die Ministerpräsidenten der Länder aufgefordert, den Nichtraucherschutz für Kinder und Jugendliche umgehend zu verbessern. "Die Nichtraucherschutzgesetze in den Bundesländern verstoßen gegen die Bestimmungen der UN-Kinderrechtskonvention", so der Präsident der Organisation, Thomas Krüger, am Donnerstag in einer Mitteilung.

Das Kinderhilfswerk habe deshalb die Ministerpräsidenten schriftlich aufgefordert, sofort gesetzliche Änderungen auf den Weg zu bringen.

Krüger forderte ein striktes Rauchverbot in Schulen und auf dem Schulgelände, bei Veranstaltungen und Festen außerhalb der Schule, in Kindertageseinrichtungen sowie auf Kinderspielplätzen im Freien und Indoor-Spielplätzen. Außerdem forderte er eine "ernsthafte Debatte" über rauchfreie Freibäder oder Freizeitparks sowie Autos und Wohnungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Das Deutsche Kinderhilfswerk hatte in der vergangenen Woche eine Studie vorgelegt, die zu dem Ergebnis kommt, dass die Nichtraucherschutzgesetze in Deutschland gegen die UN-Kinderrechtskonvention verstoßen.

Die Babyhilfe Deutschland fordert ebenfalls ein striktes Rauchverbot auf Spielplätzen. Am Donnerstag begann die Organisation in Dresden eine entsprechende Kampagne. Die sächsische Landeshauptstadt soll eine Vorreiterrolle spielen. Auch die Weltgesundheitsorganisation ist eingebunden. Die 1994 in Dresden gegründete Babyhilfe Deutschland ist eine bundesweite Initiative zur Prävention des plötzlichen Säuglingstodes und anderer lebensbedrohlicher Erkrankungen.

Deutsches Kinderhilfswerk: www.dkhw.de

Babyhilfe Deutschland: www.babyhilfe-deutschland.de

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