Ärzte Zeitung online, 19.12.2008

Untersuchung: Wenig Schwermetalle in Nüssen - Maronen beanstandet

BRAUNSCHWEIG/OLDENBURG (dpa). Einige Nüsse und andere Knabbereien enthalten Schädlinge oder zuweilen auch giftige Stoffe. Davor hat das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Oldenburg am Donnerstag gewarnt.

Das Lebensmittelinstitut in Braunschweig fand bei Untersuchungen zwar kaum Schwermetalle, in einzelnen Proben von Pistazien, Hasel- und Erdnüssen dafür aber krebserregende Stoffe. Die Hälfte der Maronen war mit Schimmel oder Insekten befallen.

Die Wissenschaftler nahmen 83 Proben von Cashewkernen, Pistazien, Macadamia-, Erd- und Haselnüssen unter die Lupe. Dabei lag der von ihnen festgestellte Schwermetallgehalt deutlich unter den Richtwerten. In einer Erdnuss-Probe entdeckten sie jedoch einen erhöhten Wert des Schwermetalls Cadmium.

Etwas häufiger fand das Amt krebserregende Schimmelpilzgifte: Die Experten untersuchten 2007 und 2008 insgesamt mehr als 300 Proben auf diese Stoffe. Bei Maronen, Macadamianüssen und Cashewkernen kamen sie zu erfreulichen Ergebnissen. Einzelne Proben von Pistazien, Hasel- und Erdnüssen mussten sie aber beanstanden.

Die Tests an den Maronen laufen nach Angaben des LAVES noch bis nach Weihnachten. Sechs Proben wurden bisher untersucht. Die Hälfte der Esskastanien war verschimmelt, steinhart oder von Insekten befallen. Das LAVES rät den Verbraucher deshalb beim Kauf auf die Farbe der Maronen, den Glanz der Schale und den Geruch zu achten.

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