Ärzte Zeitung, 13.03.2009

Am "schwarzen Freitag" liegen viele krank im Bett

HANNOVER (cben). Aberglaube macht offenbar krank. Nach Angaben der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) ist der Krankenstand an einem Freitag, dem 13. bis zu fünfmal höher als an einem "normalen" Freitag.

Für viele ist Freitag der 13. ein Horrortag.

Foto: gemenacom©www.fotolia.de

Die Krankenkasse hat die Krankmeldungen der Jahre 2006 bis 2008 ausgewertet. Ergebnis: Der Krankenstand an einem Freitag, dem 13. liegt immer drei- bis fünffach über dem Monatsdurchschnitt.

Deutschlandweit bleiben im Schnitt rund eine Million Menschen an einem Freitag, der auf den 13. des Monats fällt, zu Hause. Die höchste Fehlquote wurde dabei am 13. Januar 2006 verzeichnet. "Rund 1,3 Millionen Menschen sind an diesem Tag nicht zur Arbeit erschienen", erklärt KKH-Gesundheitsexperte Jochen Rangen.

Paraskavedekatriaphobie nennen Experten diese Angst vor dem so genannten "Unglückstag". Allerdings wurden die Krankgemeldeten nicht von schwarzen Katzen angefallen oder von herabstürzenden Leitern verletzt. Das "Unglück" kam vielmehr in Gestalt einer niederdrückenden Angst vor jenem Unglück. So blieben 22 Prozent der Krankgemeldeten wegen psychischer Beschwerden der Arbeit fern, 25 Prozent wegen Rückenschmerzen, die ebenfalls oft auf seelische Beschwerden zurück gehen, und nur zehn Prozent wegen Unfällen, so eine KKH-Sprecherin zur "Ärzte Zeitung"

Auch der heutige Tag ist ein "schwarzer Freitag" - dabei ist der letzte Freitag der 13. erst vier Wochen her. Diese "unglückliche" Kombination tritt immer dann auf, wenn der 13. Februar ein Freitag ist, und der Februar zugleich nur 28 Tage hat, wie in diesem Jahr. Dann ist auch der 13. März stets ein Freitag. Zur Beruhigung: Das nächste Mal wird diese Konstellation erst 2015 die Arbeitnehmer auf's Krankenbett werfen.

Topics
Schlagworte
Panorama (30874)
Krankheiten
Rückenschmerzen (995)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Dicker Hals = dickes Risiko fürs Herz

Nicht nur ein dicker Bauch spricht Bände – der Halsumfang eignet sich ebenfalls, um das kardiovaskuläre Risiko abzuschätzen. mehr »

Junge Ärzte müssen etwas zur Versorgung auf dem Land beitragen!

Politik und Verbände mühen sich ab, um junge Ärzte für die Versorgung auf dem Land zu begeistern. Blogger Dr. Jonas Hofmann-Eifler sieht die Verantwortung ein Stück weit auch bei sich und seinen Kollegen. mehr »

MDK lehnt Pflegeanträge seltener ab

Kommen die Pflegereformen bei den Versicherten an? Neuen Zahlen zufolge fallen weniger Antragssteller durchs Raster und erhalten somit Leistungen. mehr »