Ärzte Zeitung online, 01.04.2009

Die Welt wird zum 1. April besonders bunt

 HAMBURG (dpa). Die Sensationsmeldungen häufen sich alle am selben Tag: Forscher hätten im Regenwald des Amazonas Affen getroffen, mit denen sie sich unterhalten können, berichtete die Umweltstiftung WWF in Österreich. Bei Gut Sunder an der Aller in Niedersachsen entdecken Umweltschützer Feldhamster, die sich selber kleine Flöße bauen.

Zum 1. April wird die Welt für einen Tag etwas bunter als normal. Mitarbeiter eines Repitilienzoos im rheinland-pfälzischen Landau entdecken eine Reflex-Schuppe auf dem Kopf einer Großechse, die die Zunge auf Fingerdruck herausschnellen lässt. Eine neue Schafsrasse will der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in der Lausitz ansiedeln: Die rumänischen "Vampirschafe" könnten sich mit überlangen Schneide- und Eckzähnen selbstständig gegen Wölfe verteidigen, hieß es.

  Auch im Straßenverkehr soll sich an diesem Mittwoch Grundlegendes ändern, verbreiten Scherzbolde in Behörden: So meldet der Landesbetrieb Straßen.NRW, dass die 61 Autobahnkreuze im bevölkerungsreichsten Bundesland mit Geldern aus dem Konjunkturprogramm zu Kreisverkehren ausgebaut werden sollen. Damit könne die Kapazität um bis zu 50 Prozent erhöht werden. Für das staugeplagte Kamener Kreuz etwa hieße das, dass künftig 240 000 statt wie bisher 160 000 Fahrzeuge täglich zwischen der A 1 und der A 2 wechseln könnten.

Abwrackprämie: 250 Euro pro Altfahrrad

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt unterdessen eine angeblich von der Bundesregierung geplante Abwrackprämie in Höhe von 250 Euro pro Altfahrrad beim Kauf eines neuen Zweirads.

Damit seien aber noch nicht alle Wünsche erfüllt: Es fehle noch eine Umweltprämie für die Benutzung von Bus und Bahn, um umweltfreundliche Verkehrsmittel ausreichend zu fördern, fordert der VCD nun wieder ernsthaft.

Sternschnuppen sind Werkzeuge aus dem All

Aber auch am Himmel tut sich Erstaunliches: Ein Wissenschaftler aus Rheinland-Pfalz ermittelte den Ursprung riesiger "Sternschnuppen", die über den Weinbergen im Rhein-Main-Gebiet niedergegangen seien. Dabei handelte es sich um Teile aus der Werkzeugtasche, die Astronautin Heidemarie Stefanyshyn-Piper im November bei Reparaturarbeiten an der Internationalen Raumstation (ISS) verloren hatte. Zu bestaunen seien die weitgehend verglühten Überreste nun im Paläontologischen Museum in Nierstein.

Lesen Sie dazu auch:
Nacktlesung und Spaghetti-Ernte - Aprilscherze in den Medien

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