Ärzte Zeitung online, 02.04.2009

Helikopter-Absturz in Nordsee - 16 Tote befürchtet

LONDON (dpa). Bei einem Hubschrauber-Absturz in der schottischen Nordsee am Mittwoch sind vermutlich alle 16 Insassen ums Leben gekommen. Nach der Bergung von acht Toten soll die Suche nach den acht Vermissten am Donnerstag fortgesetzt werden, nachdem die Suche in der Dunkelheit vorläufig eingestellt worden war.

Die Überlebenschance der Vermissten sei bei fünf Grad Wassertemperatur äußerst gering, sagte der schottische Ministerpräsident Alex Salmond. "Wir können wohl alle 16 Leben als verloren ansehen." Königin Elizabeth II. schickte den Angehörigen der acht Toten noch am Abend ein Kondolenzschreiben.

Der Helikopter war auf dem Rückweg von einer Öl-Plattform des Energiekonzerns BP gewesen. Knapp 60 Kilometer nordöstlich der Stadt Aberdeen verlor der Pilot plötzlich die Kontrolle über die Maschine und setzte noch einen Notruf ab, bevor der Hubschrauber vom Typ Super Puma um 13.57 Uhr (Ortszeit) ins Meer stürzte. Nach ersten Einschätzungen von Luftfahrt-Experten deuten die Anzeichen auf einen technischen Defekt hin. Die Plattform befindet sich knapp 270 Kilometer nordöstlich von Aberdeen.

Erst am 18. Februar war ein baugleicher Hubschrauber derselben Firma, Bond Offshore Helicopters, ebenfalls nahe der schottischen Küste abgestürzt. Bei dem gescheiterten Landeanflug auf eine Ölplattform wurden 18 Menschen verletzt. Wegen dieses Vorfalls sollte der Hubschrauber eigentlich aus dem Verkehr gezogen und auf technische Mängel untersucht werden.

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