Ärzte Zeitung online, 09.04.2009

Computertomografie öffnet Blick in alte Instrumente

ERLANGEN (dpa). Mit modernen Computertomografen haben Forscher verschiedener Disziplinen in das Innere mittelalterlicher Instrumente geblickt und deren Bauweise erkundet.

"Für die Musikwissenschaft und Musikgeschichte ist die Zusammenarbeit eine Sternstunde", sagte Musikwissenschaftler Wolfgang Spindler bei der Vorstellung des Projekts am Donnerstag in Erlangen. "Das hat es noch nie gegeben, dass man in Instrumente so hineinschauen kann."

Medizinphysiker der Universität Erlangen-Nürnberg hatten eine Jahrhunderte alte Drehleier und eine Blockflöte unter hochauflösende Computertomografen gelegt, sodass jede Zarge und jeder Nagel sichtbar wurden.

Ziel des Projekts sei es, dass die Besucher der Landesausstellung "Aufbruch in die Gotik" in Magdeburg (30. August bis 6. Dezember) die Instrumente als 3-D-Animation anschauen könnten, ohne sie auseinandernehmen zu müssen, erläuterte Spindlers Sohn Andreas. Der Instrumentenbauer will die Leier zudem originalgetreu nachbauen.

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