Ärzte Zeitung online, 20.04.2009

Polarforscher überlebt drei Tage bei 40 Grad Frost

KOPENHAGEN/NUUK (dpa). Ein verirrter US-Forscher hat drei Tage bei 40 Grad Frost auf dem grönländischen Inlandseis überlebt. Wie der dänische Rundfunksender DR am Sonntag berichtete, war der Mann am Donnerstag von Kollegen seiner Arktis-Forschungsstation als vermisst gemeldet worden, als er von einer eintägigen Erkundungsfahrt auf seinem Schneescooter nicht zurückkehrte.

Überwachungsflugzeuge von Dänemarks Luftwaffe fanden ihn nach mehreren vergeblichen Suchflügen erst am Samstagabend. Bei schlechtem Wetter und schlechten Sichtbedingungen rettete dem Amerikaner dabei ein schwaches Radarsignal das Leben, das von seinem Schneescooter aufgefangen werden konnte.

Sofort ausgesandte Bergungsmannschaften fanden den trotz starker Unterkühlung noch gehenden Mann in einer Entfernung von dreieinhalb Kilometern von seinem Gefährt. Er wurde in ein Krankenhaus auf der halbautonom zu Dänemark gehörenden Polarinsel gebracht. Er werde das Unglück überleben, teilten die Behörden mit.

Topics
Schlagworte
Panorama (30888)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »