Ärzte Zeitung online, 20.04.2009

Heilbronner Ermittler kennen DNA-Trägerin nicht

HEILBRONN (dpa). Die Ermittler im Fall des "Phantoms von Heilbronn" kennen die inzwischen identifizierte Urheberin der rätselhaften DNA-Spur auf Wattestäbchen nicht. Das betonte der Leiter der Sonderkommission, Frank Huber, am Wochenende im Sender SWR4 Baden-Württemberg.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Heilbronn machte am Sonntag deutlich, dass der Name für die Behörden aber unerheblich sei, weil sie nicht als Täterin im Fall des vermeintlichen Phantoms in Betracht komme.

Die "Bild"-Zeitung hatte aus Polizeikreisen berichtet, die DNA-Spur führe zu einer 71 Jahre alten früheren Packerin aus Oberschlesien, die die Stäbchen bei ihrer früheren Tätigkeit in einer Firma im bayerischen Tettau verunreinigt habe.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, bei der Überprüfung der DNA-Verunreinigung seien Gen-Spuren aus dem Herstellungsbetrieb der Wattestäbchen anonymisiert erhoben worden. Die Personen hätten eine Nummer bekommen. "Darum kennen wir nicht den Namen der Person, von der die Spur stammt." Gleichwohl sei die Spur natürlich einer Person namentlich zuzuordnen - ganz am Anfang der Untersuchungskette und beispielsweise auch im Betrieb.

Polizisten in ganz Deutschland hatten jahrelang nach dem Mord an einer Kollegin in Heilbronn im April 2007 ein angebliches "Phantom" gejagt. Seit Ende März steht jedoch fest, dass die Spuren im Zusammenhang mit mehreren Morden und zahlreichen Einbrüchen von verunreinigten Wattestäbchen für die Spurensicherung stammen.

Lesen Sie dazu auch:
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DNA-Panne - LKA-Präsident wehrt sich gegen Kritik

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