Ärzte Zeitung, 22.04.2009

Alleinerziehende besonders knapp bei Kasse

BERLIN (dpa). Alleinerziehende in Thüringen sind einer neuen Studie zufolge besonders knapp bei Kasse: Nach dem Abzug der lebensnotwendigen Ausgaben wie Strom und Heizung bleiben ihnen im Durchschnitt 12,4 Prozent oder 197 Euro vom Nettoeinkommen zur freien Verfügung.

Besonders gut geht es dagegen den Paaren, die ohne Kind in Bayern leben. Sie haben knapp 58 Prozent vom Nettolohn zum Ausgeben. Das geht aus einer Studie zur Einkommenssituation der privaten Haushalte in Deutschland hervor, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) aus Essen erstellte sie im Auftrag des Finanzdienstleisters AWD.

Durchschnittlich fließen den Haushalten in Deutschland monatlich 3471 Euro an Einkünften und Transferzahlungen zu. Davon bleiben nach Abzug der Steuern und Sozialabgaben 2706 Euro netto. Alleinerziehende stehen im bundesweiten Durchschnitt am schlechtesten da: Sie haben noch 31 Prozent ihres Nettolohns - das sind 578 Euro - in der Tasche.

Topics
Schlagworte
Panorama (30881)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »

Rettungsgasse blockieren kostet 320 Euro

Länderkammer verschärft die Bußgeldhöhe, wenn Rettungsgassen nicht beachtet werden. mehr »

Palliativmedizin erfordert Zusatzqualifikation

Die Debatte um die Verpflichtung von Hausärzten zur Zusatzausbildung in Palliativmedizin schlägt hohe Wellen. In der KBV-Vertreterversammlung am Freitag wurde KBV-Vize Hofmeister nun grundsätzlich. mehr »