Ärzte Zeitung online, 05.05.2009

Erdbeben erschüttert Baden-Württemberg

STEINEN (dpa). Ein Erdbeben der Stärke 4,5 hat am frühen Dienstagmorgen den Süden Baden-Württembergs sowie weite Teile der angrenzenden Schweiz erschüttert. Wie der baden-württembergische Landeserdbebendienst in Freiburg mitteilte, ereigneten sich die Erdstöße um 03.39 Uhr. Das Epizentrum habe in Steinen im Schwarzwald gelegen. Das Beben war im Umkreis von mehr als 100 Kilometern spürbar. Größere Schäden habe es nicht gegeben. Die Menschen reagierten verunsichert auf das Erdbeben.

"Wir haben eine Vielzahl von Notrufen bekommen", sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion in Freiburg. "Zahlreiche Bürger sind aus dem Schlaf gerissen worden." Sie meldeten sich besorgt bei der Polizei. Die Schweizer Polizei teilte mit, die Telefone in den Notrufzentralen standen nach dem Erdbeben nicht mehr still.

Ein Sprecher des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGAB) in Freiburg sagte, die Behörde habe nach dem Erdbeben mehr als 100 E-Mails sowie zahlreiche Anrufe bekommen. "Es haben sich Menschen aus ganz Baden-Württemberg, aus der Schweiz und aus Frankreich gemeldet." Verletzte habe es nicht gegeben. In den eidgenössischen Gemeinden Pratteln und Muttenz fiel für fünf Minuten der Strom aus. Betroffen waren knapp 1000 Stromkunden.

"Erdstöße dieser Größenordnung kommen in Baden-Württemberg alle zwei bis drei Jahre vor", sagte der Leiter des Landeserdbebendienstes, Werner Brüstle. Vor allem der Rheingraben habe ein hohes Erdbebenrisiko. In den kommenden Tagen sei mit spürbaren Nachbeben zu rechnen.

Das letzte größere Erdbeben im Süden Baden-Württembergs war im Dezember 2004 verzeichnet worden. Damals war eine Stärke von 5,43 erreicht worden. Das Epizentrum lag unter der südbadischen Kleinstadt Waldkirch.

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