Ärzte Zeitung online, 15.05.2009

Laune des Gesprächspartners bildet sich im Hirn ab

TÜBINGEN (dpa). Tübinger Forscher haben entdeckt, wie das menschliche Gehirn allein anhand der Stimmmelodie die Laune eines Gesprächspartners erkennt. Das sei zum Beispiel bei Telefongesprächen wichtig, wenn man die Mimik des anderen nicht sehe

Das fanden Wissenschaftler der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Tübingen heraus (Current Biology online vorab). Ist diese Fähigkeit bei bestimmten psychiatrischen Krankheiten eingeschränkt, könnten Patienten häufig nur noch schlecht am Sozialleben teilnehmen.

Die Wissenschaftler um Thomas Ethofer haben Menschen während einer Kernspinuntersuchung Pseudoworte ("Ne kalibam sut molem") vorgespielt - in fröhlichem, ärgerlichem, neutralem, erleichtertem oder traurigem Tonfall. Dabei habe sich gezeigt, dass die emotionalen Information durch spezifische Aktivierungsmuster im Gehirn verarbeitet wurden. Wenn man das gesamte Aktivierungsmuster betrachte, werde deutlich, welche Emotion das Gehirn verarbeite.

Abstract der Studie "Decoding of Emotional Information in Voice-Sensitive Cortices"

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