Ärzte Zeitung online, 28.05.2009

Nach mysteriösem Schädelfund Gesicht rekonstruiert

GERA (dpa). 13 Jahre nach dem mysteriösen Fund eines Frauenschädels in Gera haben Experten der Universität Frankfurt am Main das Gesicht der unbekannten Toten rekonstruiert. Dadurch hofft die Polizei auf neue Hinweise, um die Frau endlich identifizieren zu können.

Der Schädel ohne Unterkiefer war Mitte März 1996 in einem Wald zwischen dem Stadtteil Bieblach-Ost und der Autobahn 4 (Erfurt-Dresden) gefunden worden. Der DNS-Abgleich mit ungeklärten Vermisstenfällen habe bislang zu keinem Treffer geführt, teilte ein Sprecher der Polizeidirektion Gera am Mittwoch mit.

Gerichtsmedizinische Gutachten hätten ergeben, dass die Frau höchstwahrscheinlich in den 1970er oder 1980er Jahren gestorben sei. Sie ist etwa 30 bis 40 Jahre alt geworden. In den Atemwegen konnten keine Pollen nachgewiesen werden, sodass die Ermittler davon ausgehen, dass sie im Winter gestorben ist. "Da sich aber auch keine anderen ortstypischen Spuren in den Atemwegen befanden, ist die Annahme begründet, dass hier Fundort nicht gleich Tatort ist", hieß es von der Polizei.

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