Ärzte Zeitung online, 02.06.2009

Russe stirbt nach 14 Jahren mit Mullbinde im Herz

MOSKAU(dpa). 14 Jahre nach einem gefährlichen Ärztepfusch ist ein Russe mit einer vergessenen Mullbinde im Herzen gestorben. Der Mann war 1995 wegen Herzbeschwerden operiert worden, wie russische Medien am Dienstag berichteten. Dabei vergaßen die Chirurgen in einem Moskauer Krankenhaus den Tupfer, schrieb das Boulevardblatt "Moskowski Komsomolez".

Der Patient hatte zwar nach der Operation weiter Beschwerden, schob diese aber auf den Eingriff. 18 Monate nach der Behandlung erlitt er einen Herzinfarkt, zehn Jahre später einen Hirnschlag, der ihn zum Invaliden machte. Der Mann starb schließlich an einer schweren Entzündung des Herzens.

Die Staatsanwaltschaft fahndet zwar nach den Ärzten, machte jedoch deutlich, dass die Archivunterlagen von 1995 nicht erhalten seien. Experten wiesen zudem darauf hin, dass der ärztliche Kunstfehler nach russischem Recht verjährt sei.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »