Ärzte Zeitung online, 04.06.2009

TV und Internet werden zunehmend parallel genutzt

LONDON(dpa). Internet und Fernsehen werden von jungen Medien-Nutzern zunehmend zeitgleich konsumiert. Immer mehr Europäer seien parallel zum Fernsehen auch im Internet unterwegs, teilte der Branchenverband der Online-Vermarkter EIAA am Donnerstag mit.

Mit einem Anteil von inzwischen 22 Prozent unter den Befragten sei die Gruppe der "Multi-Tasker" im Vergleich zum Vorjahr europaweit deutlich um 38 Prozent gestiegen. In Deutschland nutzte danach bereits jeder Fünfte neben dem Fernsehen auch Online-Netzwerke oder Instant Messaging.

Die Mehrheit der "Parallel-Nutzer" sei sowohl in Deutschland als auch europaweit unter 35 Jahre alt. Insgesamt seien in Europa 44 Prozent der 16- bis 24-Jährigen und 39 Prozent der 25- bis 34-Jährigen vor dem Fernsehbildschirm gleichzeitig auch im Netz unterwegs.

Die Gruppe der Parallel-Nutzer zeichne sich auch als besonders einkaufsfreudige Zielgruppe aus. Für die Studie wertete der Verband im September 2008 mehr als 9000 Interviews in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Belgien und den Niederlanden aus. Die EIAA vertritt unter anderem Medienhäuser wie Gruner + Jahr, das Soziale Netzwerk LinkedIn, Microsoft Advertising, das Internet-Unternehmen Yahoo! und den Mobilfunkprovider Vodafone.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »