Ärzte Zeitung online, 04.06.2009

Aigner offen für Ampel-Kennzeichnung

BERLIN(dpa). Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat sich ungeachtet früherer Kritik offen für die Ampel-Kennzeichnung von Lebensmitteln gezeigt. Wenn der Test des Tiefkühlherstellers Frosta bei den Verbrauchern gut ankomme, "dann werden wir das als eine Möglichkeit in unsere Überlegung einbeziehen", sagte Aigner.

Das freiwillige Ampel-Modell in Großbritannien sei aber irreführend und nicht einheitlich geregelt, sagte Aigner der "Bild"-Zeitung. Die Verbraucher wüssten nicht, ob Grün objektiv gut sei. Aigner betonte zudem: "Wir haben (...) nur eine Chance, wenn die Wirtschaft mitzieht." Sie halte die jetzige Lösung für "deutlich besser".

Immer mehr Hersteller geben in Deutschland auf Verpackungen von Lebensmitteln an, wie hoch der Anteil an Fett, Zucker, Salz und Kalorien im Vergleich zum Tagesbedarf ist. Frosta will von August an zunächst vier Produkte mit einem Ampel-Modell kennzeichnen, bei dem rot, gelb und grün für hohen, mittleren oder niedrigen Anteil an Zucker, Salz oder Fett stehen.

Der Branchenverband der Lebensmittelwirtschaft lehnt dies ab. Aigner hatte im Februar die Ampel-Kennzeichnung abgelehnt und es als absurd bezeichnet, dass Vollkornbrot mit einem roten Punkt gekennzeichnet würde, Weißbrot aber mit einem gelben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Parodontitis als Risikofaktor für Krebs?

Ist eine Zahnbettentzündung ein Risikofaktor für bestimmte Krebsarten? Innerhalb einer großen Gruppe Frauen in der Menopause haben Forscher deutliche Zusammenhänge gefunden. mehr »

Kinder suchtkranker Eltern brauchen mehr Beachtung

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, fordert eine bessere Versorgung und Betreuung der Kinder von Suchtkranken. Kinder von Suchtkranken sind diesmal Schwerpunkt des Drogenberichts. mehr »

Hilfe für die Seele gefordert

Eine Krebsdiagnose ist ein Schock. Die Psychoonkologie soll helfen. Aber die Unterstützung ist wenig bekannt und unterfinanziert. mehr »