Ärzte Zeitung online, 19.06.2009

Ältester Mann: Ein Whisky-Liebhaber

LONDON/TOKIO (dpa). Nach dem Tod des Japaners Tomoji Tanabe hält der Brite Henry Allingham, geboren am 6. Juni 1896, den Titel "Ältester Mann der Welt". Dabei ist Allingham ein ganz anderer Typ als Tanabe, der Alkohol und Zigaretten gemieden hatte. Auf die Frage, wie er so alt geworden sei, antwortete er einmal: "Zigaretten, Whisky und wilde, wilde Frauen."

Vor zwei Wochen hat Henry Allingham seinen 113. Geburtstag gefeiert. Der Veteran des Ersten und Zweiten Weltkriegs und Mitbegründer der britischen Luftwaffe Royal Air Force (RAF) lebt in einem Altenheim in der Nähe des südenglischen Seebads Brighton. Er hat fünf Enkel, zwölf Ur-Enkel, 14 Ur-Ur-Enkel und einen Ur-Ur-Ur-Enkel. Sechs britische Monarchen hat Allingham erlebt.

Ein Großteil seiner Familie lebt in den USA. Sein Neffe Ronald Cator (74) sagte am Freitag: "Fantastische Neuigkeit. Er ist jetzt zwar schon sehr gebrechlich, aber ich bin mir sicher, dass er sehr erfreut ist, das zu hören. Wir sind sehr stolz auf ihn."

Dennis Goodwin, ein guter Freund und eine Art Sprecher des neuen Rekordhalters, sagte: "Es ist atemberaubend. Er sieht das philosophisch. Er wird damit gut fertig werden, wie mit allem anderen auch."

Olaf Kuchenbecker, Redaktionsleiter der deutschsprachigen Ausgabe des Guinness World Records Buch, sagte: "Beeindruckend an Mister Allingham finden wir, dass er nicht den Verzicht auf sämtliche Genussmittel als Grund für sein hohes Alter angibt. Gerade das Gegenteil ist der Fall. Eine lange Lebenszeit scheint also doch vor allem mit der inneren Einstellung zusammenzuhängen."

Lesen Sie dazu auch:
Ältester Mann der Welt mit 113 gestorben

Topics
Schlagworte
Panorama (30881)
Krankheiten
Suchtkrankheiten (4398)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »