Ärzte Zeitung online, 22.06.2009

150 Jahre Rotes Kreuz: Stafette von Genf nach Solferino gestartet

GENF(dpa). Zum Jubiläum des Roten Kreuzes sind am Montag zwei Dutzend Läufer in Genf zu einem Staffellauf nach Solferino südlich des Gardasees aufgebrochen. In dem 500 Kilometer entfernten Ort in Norditalien hatte der Schweizer Humanist Henry Dunant vor 150 Jahren während der Schlacht von Solferino den Entschluss gefasst, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zu gründen.

In Solferino treffen die Läufer am Freitag auf tausende IKRK-Mitarbeiter aus 120 Ländern, die bis am 28. Juni an den Feierlichkeiten teilnehmen wollen.

In Solferino hatten sich am 24. Juni 1859 die Truppen Österreichs und einer französisch-sardischen Koalition eine der blutigsten Schlachten geliefert, die es bis dahin gegeben hatte. Über 40 000 Soldaten und Offiziere wurden getötet. Die meisten von ihnen starben aber nicht unmittelbar im Kampf, sondern erlagen in den folgenden Tagen ihren Verletzungen. Der Genfer Henry Dunant wurde durch Zufall Zeuge dieser Schlacht.

Erschüttert von den Ereignissen rekrutierte Dunant Freiwillige aus der Bevölkerung, welche die Verwundeten beider Lager so gut wie möglich versorgten. Die Schlacht von Solferino gilt deshalb als Anstoß zur Entstehung des Roten Kreuzes, das schließlich 1864 gegründet wurde.

Topics
Schlagworte
Panorama (30929)
Organisationen
DRK (633)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »