Ärzte Zeitung online, 01.07.2009

Kohl verlässt Hannelore-Kohl-Stiftung

BERLIN (dpa). Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl zieht sich nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch aus der "ZNS Hannelore Kohl Stiftung" zurück. Danach hat Kohl, der Ehrenvorsitzender des Stiftungskuratoriums ist, seine Ämter mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die Stiftung, die sich um Unfall-Opfer mit Schädelhirn-Verletzungen kümmert, war von Kohls 2001 verstorbener Ehefrau Hannelore gegründet worden.

In einem Schreiben an die Mitglieder des Kuratoriums und des Vorstands bittet Kohl darum, "den Namen meiner verstorbenen Ehefrau Hannelore als Stiftungsnamen nicht fortzuführen". Wie die Zeitung weiter schreibt, begründet der Altkanzler seinen Rückzug mit einer "unerfreulichen Übernahme" der Stiftung durch Personen, "die in keiner Beziehung zu meiner verstorbenen Frau standen". Dies sei nur möglich gewesen, weil sich die Mehrheitsverhältnisse während seiner schweren Erkrankung im vergangenen Jahr verschoben hätten. Als Folge wurden Kohls Vorschläge für eine neue Satzung abgelehnt. Die Stiftung repräsentiere "in ihrer derzeitigen Verfassung nicht mehr die Interessen meiner verstorbenen Frau", schreibt Kohl in seinem Brief.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »