Ärzte Zeitung online, 03.07.2009

Zoll warnt vor falschen Zöllnern

KOBLENZ/LUXEMBURG (dpa). Der Zoll warnt vor falschen Zöllnern: Die Betrüger verfolgen mit einem dunklen Wagen in Rheinland-Pfalz und im Saarland Reisende und leiten sie mit einer Zoll-Anhalte-Kelle auf abgelegene Parkplätze. Dort behaupten die falschen Beamten, ein Mann und eine Frau, sie seien Zivilfahnder und hätten die Aufgabe, Bargeld von Fahrern einzuziehen, die aus Luxemburg kommen.

Das teilte das Hauptzollamt Koblenz am Freitag mit. Bisher sind bereits vier derartiger Fälle bekannt, bei denen Reisenden insgesamt 60 000 Euro abgenommen wurden.

Für das empfangene Bargeld stelle der Mann, ein angeblicher "Herr Vogel", eine Quittung aus. Den Reisenden wird erklärt, sie könnten das Geld am nächsten Tag bei Zolldienststellen wieder abholen. Der Betrüger weise sich mit einem Dienstausweis des Hauptzollamtes Trier aus, welches 2002 aufgelöst wurde. Der Mann sei 30 bis 35 Jahre alt und mittelblond; die Frau 25 bis 30 Jahre alt und dunkelhaarig.

   Nach Angaben des Hauptzollamtes gibt es tatsächlich regelmäßig Bargeldkontrollen im Grenzraum zu Luxemburg. Damit soll Geldwäsche bekämpft und die Finanzierung terroristischer Vereinigungen verhindert werden. Ab einem Gesamtwert von 10 000 Euro müssen Reisende die Zahlungsmittel anmelden und den Verwendungszweck darlegen, hieß es. Kontrollbeamte sind in der Regel mit einem grün- weißen Dienstfahrzeug unterwegs und tragen Dienstkleidung. Bargeld werde nur sichergestellt, wenn sich Anhaltspunkte für Geldwäsche ergeben, teilte der Zoll mit.

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