Ärzte Zeitung online, 08.07.2009

Forscher: Erstmals menschliche Spermien gezüchtet

LONDON (dpa). Forscher haben nach eigenen Angaben zum ersten Mal aus embryonalen Stammzellen menschliche Spermien gezüchtet. Die Wissenschaftler der Universität Newcastle hoffen, so Fruchtbarkeitsstörungen bei Männern weiter erforschen und einmal behandeln zu können. Andere Forscher bezweifelten allerdings, dass es sich um voll funktionsfähiges Sperma handelte.

Die Wissenschaftler aus Newcastle betonten im Fachjournal "Stem Cells and Development" (Mittwoch), die Spermien aus dem Labor seien vollständig gereift und bewegungsfähig. Es könne allerdings noch fünf Jahre dauern, bis die Technik perfekt ausgearbeitet sei.

Das "Kunst-Sperma" kann nicht für künstliche Befruchtungen eingesetzt werden, da dies unter britischem Recht verboten ist. Das Team gewann die Spermien aus Stammzellen von wenige Tage alten menschlichen Embryonen, die per künstlicher Befruchtung gezeugt worden waren.

Mitteilung der Universität Newcastle zur Studie "In Vitro Derivation of Human Sperm from Embryonic Stem Cells" einschließlich Video

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[21.07.2009, 12:16:51]
Gabriele Wagner 
Danke für den Hinweis
Sehr geehrter Herr Mahr,

herzlichen Dank für Ihren Hinweis.
Im - inzwischen korrigierten - ersten Satz hatte gestanden:

Forscher aus haben nach eigenen Angaben zum ersten Mal aus embryonalen Stammzellen menschliche Spermien gezüchtet.

Das war eindeutig ein "aus" zu viel.

Beste Grüße
Gabriele Wagner
Ärztin
Leiterin Newsroom / Online zum Beitrag »
[20.07.2009, 16:45:46]
Martin Mahr 
Fehlerteufel
Fehlerteufel im ersten Satz zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Freunde hinterlassen Spuren im Gehirn – Rauchen auch

Sport, Alkohol, soziale Kontakte – die Lebensführung spiegelt sich im Gehirn wider, so eine Studie. Und: Raucherhirne laufen auf Hochtouren. Doch das ist nicht positiv gemeint... mehr »

§219a – Eine Reform und ihr Preis

Am Ende ging es schnell: Nach dem Beschluss im Bundestag, dürfen Ärzte künftig informieren, dass sie Abtreibungen anbieten. Glücklich ist mit dem Kompromiss niemand. Auch nicht mit der Studie zu den Folgen einer Abtreibung. mehr »

GBA warnt Spahn vor „Systembruch“

18.30 hDer Versuch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bewertungsverfahren im Gemeinsamen Bundesausschuss zu umgehen, stößt auf massive Gegenwehr – nicht nur im GBA. mehr »