Ärzte Zeitung online, 08.07.2009

Viele Nachahmungstäter nach Amoklauf

MÜNCHEN (dpa). Nach dem Amoklauf von Winnenden hat es in Bayern zahlreiche Drohungen von Nachahmungstätern gegeben. Seit der Tat am 11. März seien im Freistaat 148 solche Fälle gemeldet worden, bestätigte das bayerische Innenministerium am Mittwoch einen Bericht der "Welt".

Die Polizei stellte zahlreiche Waffen und Computer sicher. Mehrere Schüler wurden in psychiatrische Behandlung gebracht. Auch ein Lehrer wollte sich mit einem Gewaltakt rächen - der Pädagoge an einer Waldorfschule hatte seinen Job verloren.

"Erschreckend ist, wie viele junge Menschen aus Jux und Tollerei mit angekündigten Amoktaten Menschen in Angst und Schrecken versetzen", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) der "Welt". Er warnte potenzielle Trittbrettfahrer vor ernsthaften strafrechtlichen und finanziellen Folgen. "Solche Taten können die Zukunft eines jungen Menschen zerstören. Denn welcher Arbeitgeber stellt einen Bewerber ein, der wegen der Ankündigung eines Amoklaufs vorbestraft ist."

Lesen Sie dazu auch:
Immer mehr Jugendliche fliehen in virtuelle Welten
Zehn Jahre Columbine: Die Ratlosigkeit bleibt

Topics
Schlagworte
Panorama (32841)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Nervenärzte schlagen Alarm

Der Spitzenverband ZNS ist besorgt: Die Versorgung von Demenz-, Parkinson- und Schlaganfallpatienten gerate in Gefahr, warnen die Nervenärzte. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »