Ärzte Zeitung online, 10.07.2009

CNN: Jackson nahm mehr als zehn Schlaftabletten pro Nacht

NEW YORK/LOS ANGELES (dpa). Popstar Michael Jackson hat Medienberichten zufolge mehr als zehn starke Schlaftabletten pro Nacht genommen. Um sich die Medikamente zu besorgen, habe der Sänger die Namen seiner Angestellten benutzt und sei für Rezepte auch persönlich in andere Bundesstaaten gefahren, berichtete der US- Nachrichtensender CNN am Freitag.

Der Sender bezog sich auf ein vertrauliches Dokument aus dem Jahr 2004, das die Polizei von Santa Barbara nach Vernehmungen von Jacksons Personal erstellt hatte.

Bei dem Schlafmittel soll es sich um den Angstlöser Xanax® handeln, der auch als Tafil® im Handel ist. Einer von Jacksons Sicherheitsleuten sagte der Polizei laut CNN, er habe den Sänger vor dem Medikamentenmissbrauch gewarnt. Ein anderer habe gesagt: "Es ist schon besser geworden, weil er von 30 bis 40 Xanax® pro Nacht runter ist."

Der Polizeichef von Los Angeles, William Bratton, hatte am Donnerstag beim Tod von Michael Jackson ein Verbrechen nicht ausgeschlossen. Die Autopsie werde Anhaltspunkte liefern, ob die Ermittler es mit einem Tötungsdelikt oder einer versehentlichen Überdosierung von Medikamenten zu tun hätten, sagte Bratton. Jackson war am 25. Juni überraschend mit 50 Jahren an Herzversagen gestorben.

Lesen Sie dauch:
Michael Jackson: Mit Kälte wurde seine Haut gebleicht

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »