Ärzte Zeitung online, 10.07.2009

In jedem zehnten Haushalt lebt mindestens ein Jogger

HAMBURG (dpa). Deutschland im Lauffieber: In mindestens jedem zehnten der rund 40 Millionen Haushalte gibt es einen Jogger. Das ergab eine von dpa-RegioData ausgewertete Untersuchung des Informationsdienstleisters microm. Besonders sportlich sind demnach die Menschen im bayerischen Landkreis Starnberg. Gering ist dagegen der Anteil der Haushalte mit Joggern in vielen ostdeutschen Regionen.

Im Vergleich der Bundesländer liegen Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Berlin und Hamburg mit einem Anteil von 10,9 bis 10,5 Prozent noch über dem Bundesdurchschnitt. Besonders häufig sieht man Jogger laut Statistik in größeren Städten und deren Umland. Dort spiele Individualsport eine große Rolle, sagt Sportwissenschaftler Oliver Wulf von der Universität Wuppertal. "In ländlichen Gebieten gehen die meisten Menschen eher in einen Sportverein und spielen dort zum Beispiel Fußball." Auch der niedrigere Altersdurchschnitt in den Städten trage zu hohen Anteilen an Joggern bei.

Am geringsten ist der Jogger-Anteil im Vergleich aller Kreise in den Landkreisen Anhalt-Zerbst und Halberstadt in Sachsen-Anhalt mit je 3,1 Prozent. Allerdings ist dort der Altersdurchschnitt vergleichsweise höher.

Höheres Alter sollte aber nach Ansicht von Professor Uwe Tegtbur von der Medizinischen Hochschule Hannover kein Grund sein, sich vom Laufen abhalten zu lassen. "Es gibt keine Sportart, die auf so viele Arten gut für unseren Körper ist", sagte Tegtbur. Regelmäßiges Joggen helfe, vielen Krankheiten vorzubeugen oder ihre Symptome zu lindern, so der Sportmediziner.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ärzte gehen auf Gegenkurs zu Schokoriegel und Cola

Pädiater sind alarmiert: Adipositas bei Kindern wird zunehmend zu einem sozialen Problem. Jetzt setzen sie ihre eigene Agenda und gehen auf Distanz zur Ernährungsindustrie. mehr »

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt ältere Menschen nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Dieses überraschende Ergebnis offenbart die ASPREE-Studie. mehr »

Doktor THC und Mister Cannabidiol

Cannabis steht im Verdacht, Psychosen durch den Wirkstoff THC auszulösen. Die Pflanze enthält aber auch antipsychotische Substanzen, die die Hirnfunktion in kritischen Bereichen normalisiert. mehr »