Ärzte Zeitung online, 13.07.2009

Hochzeit endet mit Brand - 250 000 Euro Schaden durch Himmelslaterne

DIEBURG/DARMSTADT (dpa). Eine Hochzeitsgesellschaft hat mit asiatischen Himmelslaternen am Samstagabend im südhessischen Dieburg zwei Häuser in Brand gesteckt. Das Feuer verursachte einen Sachschaden von einer viertel Million Euro. Bei der Feier seien mehrere der mit Kerzen angetriebenen bunten Papier-Ballons aufgestiegen, berichtete die Polizei am Sonntag in Darmstadt.

Einer sei vermutlich in Brand geraten und auf einer Terrassenüberdachung gelandet, die Feuer fing. Verletzt wurde niemand. Die Flammen breiteten sich auf die Dachstühle von zwei nebeneinanderstehenden Häusern aus. Durch das Löschwasser wurden Wohnungen und Geschäfte erheblich beschädigt.

Die aus Papier gefertigten, zwischen 35 und 80 Zentimeter großen schwebenden Luft-Lampions funktionieren ähnlich wie Heißluftballons: Ein Kerzen-ähnliches Brennmittel erwärmt die Luft und die Laterne steigt in den Himmel. Dabei kann das Papier Feuer fangen.

Die Brenndauer der Himmel-Ballons beträgt nach Informationen von Verkäufern 5 bis 20 Minuten. Die asiatischen Himmelslaternen sollten danach nur bei Windstille oder sehr leichtem Wind aufsteigen und zwar nicht in der Nähe von Häusern, Bäumen, Hochspannmasten oder explosionsgefährlichen Plätzen wie Tankstellen.

Über ein Verbot der umstrittenen Himmelslaternen wird seit längerem diskutiert. In Bayern, Niedersachsen und Baden-Württemberg sind die fliegenden Laternen nach Darstellung der Landesfeuerwehr Nordrhein-Westfalen bereits verboten. Im nordrhein-westfälischen Siegen starb ein Zehnjähriger in der Nacht zum Pfingstsonntag bei einem von einem Lampion ausgelösten Wohnhausbrand.

Topics
Schlagworte
Panorama (32140)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Spahn soll Gesundheitsminister werden

Jünger und weiblicher will die CDU-Chefin ihr Kabinett und ihre Partei machen. In Männerhand bleibt das Gesundheitsressort: Jens Spahn soll hier der neue Minister werden. mehr »

Als Ärzte zu Mördern wurden

Vor 78 Jahren haben Ärzte auf der Schwäbischen Alb in Grafeneck erstmals Patienten mit Gas ermordet. Nachdem 10.654 Menschen tot waren, setzte das Schweigen ein. Jetzt hat die Ärztekammer an das dunkle Kapitel erinnert. mehr »

Praxen und Kliniken melden "Land unter"

Die heftige Grippewelle bringt Arztpraxen und Krankenhäuser an die Kapazitätsgrenzen. Manche Praxen müssen selbst wegen vieler erkrankter Mitarbeiter schließen, Kliniken nehmen teilweise keine Patienten mehr an. mehr »