Ärzte Zeitung online, 07.08.2009

Tierhalter tragen Beweislast bei Klage gegen Tierarzt

KOBLENZ (dpa). Eine Tierhalterin ist mit ihrer Klage gegen eine Tierärztin wegen eines Behandlungsfehlers vor dem Tod ihrer Katze gescheitert. Anders als ein Humanmediziner müsse ein Veterinär auch bei einem groben Behandlungsfehler keinen sogenannten Entlastungsbeweis führen, berichtet die Fachzeitschrift "OLG-Report" unter Berufung auf einen Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz (Az.: 10 U 73/08). Vielmehr liege die volle Beweislast allein beim Tierhalter.

Die Klägerin hatte der Veterinärin vorgehalten, ihrer Katze ein falsches Medikament gegeben zu haben. Dadurch sei das Tier verendet. Ein Sachverständiger bestätigte zwar den Behandlungsfehler, dem OLG genügte das für eine Verurteilung jedoch nicht. Die Klägerin hatte nach Ansicht der Koblenzer Richter nicht nachweisen können, dass das Tier an der Wirkung des Medikaments gestorben sei.

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