Ärzte Zeitung online, 07.08.2009

Internationaler Männerkongress diskutiert Gefühle

DÜSSELDORF (dpa). Zu einem internationalen wissenschaftlichen Männerkongress lädt die Universität Düsseldorf im kommenden Jahr ein. Im Mittelpunkt der Tagung am 19. und 20. Februar stehen Diskussionen über den männlichen Umgang mit Gefühlen, teilte ein Universitäts-Sprecher am Freitag mit.

Das Bild des Mannes unterliege "einer zunehmenden Fragmentierung und Defunktionalisierung bis hin zur Entwertung positiver männlicher Eigenschaften". Die Folge sei eine "mittlerweile tiefgreifende und häufig leidvolle Identitäts- und Orientierungskrise" vieler Männer, hieß es in der Kongress-Ankündigung.

Diese Prozesse beeinflussten gesellschaftliche, gesundheitliche und demografische Trends. Verhaltenswissenschaftler, Psychologen, Psychoanalytiker sowie Sozial- und Kulturwissenschaftler diskutierten diese Problematik, so der Uni-Sprecher. Nach einer langen Phase feministisch geprägter Überlegungen seien nun "vor allem die Männer selbst" gefragt.

www.maennerkongress2010.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »