Ärzte Zeitung online, 10.08.2009

Mann von eigener Giftschlange gebissen - Lebensgefahr

HAMBURG (dpa). Ein 49-jähriger Hamburger ist am Sonntag erneut von einer seiner Giftschlangen gebissen worden. Der Mann alarmierte noch selbst die Rettungskräfte, wie die Feuerwehr am Montag mitteilte. Helfer brachen die Tür auf und fanden das Opfer bewusstlos in der Wohnung. Der 49-Jährige wurde reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht.

Da der Mann in Lebensgefahr schwebte, lieferte das Tropeninstitut ein Gegengift ins Krankenhaus. Vermutlich hatte eine Gabunviper den 49-Jährigen gebissen.

Bereits 2004 musste der Hamburger nach einem Klapperschlangenbiss behandelt werden. Nach einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" hatte der Mann auch schon acht Jahre zuvor einen Biss von einer Klapperschlange nur knapp überlebt. Diesen Vorfall konnte die Polizei jedoch nicht bestätigen.

Weil nicht klar war, was die Helfer erwartete, zogen zwei Feuerwehrleute den leblosen Körper vorsichtig aus der Wohnung heraus. Ein Schlangenexperte der Feuerwehr fand jedoch kein frei herumkriechendes Reptil. Da noch Mäuse in den Terrarien hockten, geht die Feuerwehr davon aus, dass der Mann beim Füttern gebissen wurde. Er lebt mit zahlreichen exotischen Schlangen in seiner Wohnung.

Strafrechtlich wird der 49-Jährige nicht belangt. "Es gibt keine Vorschriften, die das Halten solcher Tiere verbieten", sagte ein Polizeisprecher am Montag.

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