Ärzte Zeitung online, 10.08.2009

Deutsche sparen an Gesundheitsmittelchen

FRANKFURT/MAIN (dpa). In der Krise sparen die Deutschen an ihren Gesundheitsmittelchen. Nach einer am Montag in Frankfurt veröffentlichten Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen wurden im zweiten Quartal 2009 rund 3,8 Prozent weniger Packungen rezeptfreier Medikamente verkauft als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging um 2,5 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro zurück.

Besonders hart traf es dabei die Discounter. Aldi, Lidl und ihre Wettbewerber mussten Einbußen von knapp 5 Prozent hinnehmen, während die Apotheken in diesem Segment nur ein Umsatzminus von 0,4 Prozent verzeichneten. Die Drogeriemärkte legten sogar um 1,7 Prozent beim Umsatz zu. Mit dem Winterende waren naturgemäß Erkältungsmittel weniger gefragt, das Interesse der Verbraucher richtete sich auf Gesundheitsmittel für Haut, Haare und Nägel.

Da auch weniger Privat- und Kassenrezepte eingelöst wurden, ging der Gesamtabsatz im Bereich Pharma und Gesundheitsvorsorge in den drei Monaten um 3,5 Prozent auf 455 Millionen Packungen zurück, wie Nielsen weiter berichtete. Der Umsatz lag mit 9,34 Milliarden Euro um 0,6 Prozent niedriger als vor Jahresfrist.

Topics
Schlagworte
Panorama (32201)
Organisationen
Aldi (59)
Lidl (52)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Aktionsplan soll Gesundheitskompetenz stärken

15:00Gesundheitsinfos sind in vielfältiger Form der Bevölkerung heute zugänglich. Doch mit der richtigen Einordnung und Umsetzung hapert es oft. Das soll sich ändern. mehr »

Hepatitisviren lauern auf Fingernägeln und Nagelscheren

HBV-Infizierte sollten ihre Nagelscheren nicht mit anderen teilen – offenbar besteht ein Infektionsrisiko. Auch bei Zahnbürsten und Rasierapparaten gilt Vorsicht. mehr »

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »