Ärzte Zeitung online, 11.08.2009

"Pappkarton-Baby" in Paraguay gestorben

ASUNCIóN (dpa). Trauriges Gefühlsdrama in Paraguay: Die Eltern eines nur wenige Monate alten Babys haben ihr Kind "zum zweiten Mal verloren". Der Junge, eine Frühgeburt, war nach seiner Geburt am vorigen Donnerstag zunächst von den Ärzten in Asunción für tot erklärt worden.

Die Angehörigen hatten aber zu Hause festgestellt, dass das angeblich tote Kind noch lebte, und brachten es sofort wieder in die Klinik. Dort starb der kleine "Ángel Salvador" nach Medienangaben am Sonntag wegen des Versagens mehrerer lebenswichtiger Organe.

Die 24-jährige Mutter Isabel hatte ihren zweiten Sohn in der IPS-Klinik in Asunción nach nur fünf Monaten Schwangerschaft auf die Welt gebracht. Die Ärzte hatten den Tod des 580 Gramm schweren Babys bescheinigt und es der Familie in einem leeren Medikamenten-Pappkarton mit nach Hause gegeben. Dort stellte der Vater fest, dass sein Sohn noch lebte. Die Ärzte im Krankenhaus standen vor einem Rätsel. Sie stellten bei dem Kind nach der Einlieferung aber einen schwachen Herzschlag und auch Lungenprobleme fest. Der Fall hatte in ganz Paraguay für Aufsehen gesorgt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Viele Gesundheitspolitiker verteidigen ihr Mandat

Die Großwetterlage hat sich verändert. Doch viele Fachpolitiker schaffen den Wiedereinzug ins Parlament. mehr »

Das Trauma nach der Loveparade

Das tödliche Gedränge bei der Loveparade im Sommer 2010 in Duisburg: Im ARD-Film "Das Leben danach" geht es um die Auswirkungen auf die traumatisierten Überlebenden. mehr »