Ärzte Zeitung online, 13.08.2009

Bei Verkehrszeichen weicht Schneeflocke Inlinern

BERLIN/STUTTGART (dpa). Ende von Schneeflocke und Steinschlag: Nach Informationen der "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstag) lichtet sich der Schilderwald entlang von Deutschlands Straßen. So werden nach Angaben des Blattes zum 1. September acht Verkehrszeichen aus der Straßenverkehrsordnung gestrichen: "Schnee- oder Eisglätte", "Steinschlag", "Splitt/Schotter", "Bewegliche Brücke", "Ufer", "Fußgängerüberweg", "Viehtrieb" und "Flugbetrieb".

Der Bundesrat hatte der entsprechenden Verordnung des Bundesverkehrsministeriums am 3. April zugestimmt.

Fünf andere Zeichen dürfen demnach noch zehn Jahre weiterbestehen: "Bahnübergang mit Schranken oder Halbschranken", "Einbahnstraße", "Richtgeschwindigkeit", "ungenügend befestigter Seitenstreifen", "innerörtlicher Wegweiser" sowie "schlechter Fahrbahnrand". Neu hinzu kommen demnach die Schilder "Inliner frei", welches das Befahren von Radwegen mit Inlineskates und Rollschuhen künftig erlaubt, sowie "Parkraumbewirtschaftung" und "Durchlässige Sackgasse".

Wie das Blatt weiter berichtete, sind die Straßenverkehrsbehörden dazu gehalten, nur noch in begründeten Ausnahmen Schilder mit den betroffenen Zeichen aufzustellen und bestehende zu demontieren. Dies werde sich aber wohl über Jahre erstrecken. Die Absicht von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), der hinter der Lichtung des Schilderwalds stecke, ziele vor allem auf die Sicherheit: Die Straße solle selbsterklärend sein. Aber auch Kosten dürften demnach eine Rolle gespielt haben. Jedes der geschätzten 20 Millionen Verkehrsschilder in Deutschland koste rund 200 Euro.

Topics
Schlagworte
Panorama (32841)
Personen
Wolfgang Tiefensee (33)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »