Ärzte Zeitung online, 18.08.2009

Ältester Storch sorgt in Mecklenburg für Nachwuchs

VEELBÖKEN/ROSTOCK (dpa). Einen Methusalem unter den Weißstörchen haben Ornithologen in Veelböken (Nordwestmecklenburg) entdeckt. Das Tier ist laut Beringung 23 Jahre alt und damit der älteste Storch, der in diesem Jahr in Ostdeutschland beobachtet wurde, sagte der Landeskoordinator für Weißstorchzählung, Hans-Heinrich Zöllick, am Dienstag in Rostock.

Er bestätigte damit einen Bericht der Rostocker "Ostsee-Zeitung" (Dienstag). "Das Besondere daran ist auch, dass dieser 1986 in Mecklenburg beringte Storch seitdem noch nie wieder hier beobachtet wurde", sagte Zöllick unter Berufung auf die Beringungszentrale Hiddensee.

Der Altvogel sei körperlich noch bestens "in Form" und sorge auf dem Dach eines Wirtschaftsgebäudes für zwei Jungvögel. Die Partnerin des alten Storches sei unberingt: "Störche leben generell nicht in Dauerehe", sagte Zöllick.

"Störche werden in freier Natur etwa 30 Jahre alt", sagte Zöllick. Er selbst habe 2004 schon einmal den Ring eines 24-jährigen Storches abgelesen, der 18 Jahre am selben Standort im Kreis Bad Doberan brütete. In Brandenburg beobachteten Storchenfreunde 2004 einen 28 Jahre alten beringten Weißstorch. Deutschlandweit gibt es nach Angaben der Storchenschützer rund 4000 Brutpaare, das Gros davon in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

Nach Angaben der Beringungszentrale Hiddensee werden noch bis zum Herbst Meldungen über beringte Störche in Ostdeutschland erwartet.

Topics
Schlagworte
Panorama (28034)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Zoster-Impfung für alle ab 60

Die Ständige Impfkommission hat ihre neuen Empfehlungen zu Impfungen gegen Gürtelrose, Pertussis und Grippe präzisiert. Bei der Zoster-Impfung müssen Ärzte etwas beachten. mehr »

Mit Polypille weniger Infarkte und Insulte

Die Polypille kann offenbar das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen mindern. In der bisher größten, randomisierten Studie senkte das Kombinationspräparat die Zahl der kardiovaskulären Ereignisse deutlich. mehr »

Die Krux mit dem Terminservice

Schnellere Haus- und Facharzttermine für Patienten – das war eines der Ziele des TSVG. Nun zeigt sich: Die Patientennachfrage läuft schleppend. Zum 1. September greifen jetzt Honoraranreize. mehr »