Ärzte Zeitung online, 18.08.2009

Unicef: Schutz von humanitären Helfern verbessern

KÖLN (dpa). Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat dazu aufgerufen, den Schutz von humanitären Helfern in Krisengebieten zu verbessern. Die Gefahren für die Helfer seien in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, teilte Unicef Deutschland aus Anlass des ersten Welttags der Humanitären Hilfe an diesem Mittwoch mit.

"Humanitäre Helfer in den Kriegs- und Krisengebieten sichern unter schwierigsten Bedingungen das Überleben von Millionen Menschen", sagte der Vorsitzende von Unicef Deutschland, Jürgen Heraeus, am Dienstag in Köln.

"Jede Vermischung von politischen oder militärischen Maßnahmen mit humanitärer Hilfe gefährdet deren Akzeptanz in der Bevölkerung und bringt die Helfer in zusätzliche Gefahr", betonte Heraeus. Allein 2008 seien 260 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen während ihres Einsatzes getötet, entführt oder bei Überfällen schwer verletzt worden. Besonders gefährdet waren nach Unicef-Angaben Helfer in Afghanistan, im Kongo, im Irak, in Somalia, Sri Lanka und im Sudan.

Mit dem Welttag der Humanitären Hilfe soll an alle Helfer erinnert werden, die bei ihrem Einsatz ums Leben gekommen sind. Außerdem soll der 22 Opfer gedacht werden, die am 19. August 2003 bei einem Anschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad starben.

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