Ärzte Zeitung online, 24.08.2009

Schweinegrippe verunsichert beim Umgang mit Abendmahl

SCHWERIN/HANNOVER (dpa). Die Schweinegrippe sorgt in einigen evangelischen Kirchengemeinden für Unsicherheit beim Umgang mit dem Abendmahl.

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Schweinegrippe verunsichert beim Umgang mit Abendmahl.

Foto: dpa -Bildfunk

"Wir haben mehrere Anfragen, es gibt aber keine generelle Regelung der Landeskirche", sagte am Montag der Oberkirchenrat der Mecklenburgischen Landeskirche in Schwerin, Andreas Flade, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Pastor der St. Mariengemeinde im Luftkurort Waren, Leif Rother, hat in dem Zusammenhang den Abendmahlsritus geändert. "Das ist erstmal vorsorglich so, wie lange das bleibt, legt der Kirchgemeinderat noch fest", sagte Rother.

So tranken die Gläubigen im Gottesdienst am Sonntag in Waren an der Müritz nicht, wie bisher üblich, nacheinander Traubensaft aus einem Kelch, sondern die Oblate wurde in den Saft getaucht und dem Gläubigen überreicht. Laut Rother wenden bundesweit mehrere Kirchengemeinden jetzt diese Praxis an. Mit dem Sakrament - einer Oblate und einem Schluck Wein oder Traubensaft - erinnern die Christen an das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern.

"Wir raten nicht zu verstärkter Aufregung und sehen auch keinen Grund zu großer Besorgnis", sagte die Sprecherin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Silke Römhild. Zentrale Anweisungen an die Kirchen gebe es nicht. Auch Römhild verwies auf die Variante, die Oblate in den Kelch zu tunken, ohne selber daraus zu trinken. Außerdem gebe es die Möglichkeit des Einzelkelch-Abendmahls.

Bei der Katholischen Kirche gibt es keine besonderen Schutzmaßnahmen. "Unser Motto lautet: Bewusstseinsbildung, aber keine Panik", betonte der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp.

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