Ärzte Zeitung online, 25.08.2009

Berieselung und Multi-Tasking lassen Leistung sinken

WASHINGTON (dpa). Wer beim Telefonieren seine E-Mails erledigt und sich dabei noch vom Fernsehen oder Radio berieseln lässt, könnte am Ende wenig effektiv sein. Multi-Tasking, das Erledigen mehrerer Aufgaben gleichzeitig, ist zwar zunehmend üblich und gilt auch als cool, fordert aber seinen Preis.

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Das stellten Wissenschaftler der Stanford Universität in Palo Alto (Kalifornien) in einer Studie mit 262 Studenten fest.

Bei heftigem Multi-Tasking leidet die Fähigkeit, unwichtige Einzelheiten aus dem breiten Informationsfluss zu filtern und die entscheidenden Details im Gedächtnis abzuspeichern. Die mangelnde Konzentration wurde auch beim Umschalten zwischen verschiedenen Aufgaben sichtbar. Die Studenten, die besonders viele Medien gleichzeitig nutzten, reagierten deutlich langsamer als solche, die nicht so intensives Multi-Tasking betrieben (PNAS online, Fachartikelnummer: DOI: 10.1073/pnas.0903620106)

Ohne Medienberieselung erbrachten beide Gruppen die gleichen kognitiven Leistungen. Ob der Unterschied bei der Wahrnehmung und Verarbeitung von Fakten in der schwächeren Gruppe am Multi-Tasking liegt - oder aber Menschen mit geringerer Konzentrationsfähigkeit zum Multi-Tasking neigen, konnte das Stanford-Team von Dr. Eyal Ophir, Dr. Clifford Nass und Dr. Anthony D. Wagner nicht eindeutig nachweisen.

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