Ärzte Zeitung online, 25.08.2009

Kinder müssen in Österreich künftig Skihelme tragen

WIEN (dpa). In Österreich dürfen ab dieser Wintersaison Kinder nur noch mit Helm auf die Ski-Piste. Alle Bundesländer hätten sich auf eine entsprechende Regelung geeinigt, die nun als Gesetz umgesetzt werden soll, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA am Dienstag. Demnach soll für Kinder bis zum 15. Lebensjahr in allen Skigebieten Helmpflicht gelten.

Für deren Einhaltung seien die Erziehungsberechtigten zuständig. Ob und welche Strafen es bei einem Verstoß geben soll, wurde noch nicht bekannt.

Nach dem tragischen Skiunfall des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) waren in Deutschland und in Österreich Debatten um eine einheitliche Skihelmpflicht entbrannt. Bei dem Unfall am Neujahrstag war eine Frau gestorben. Althaus, der mit einem Helm unterwegs war, überlebte mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma.

Als einziges österreichisches Bundesland hat Niederösterreich schon eine Helmpflicht für Kinder eingeführt. Die Helmpflicht soll bis zum Jahr 2012 getestet werden, bis dahin wird ein Verstoß nicht bestraft. Auch in Italien dürfen Kinder bis 14 Jahren inzwischen nur noch mit Kopfschutz auf die Piste. Die Einhaltung wird dort von Polizisten kontrolliert und mit Geldstrafen sanktioniert.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Der kleine Unterschied ist größer als gedacht

Krankheiten verlaufen bei Männern und Frauen unterschiedlich, das ist bekannt. Die Gendermedizin deckt immer mehr die geschlechtsspezifischen Besonderheiten auf. mehr »

Prä-Op-Labor - Kein Einfluss auf den Bonus

Mit der Laborreform hat sich der Blick verstärkt auf das Prä-Op-Labor gerichtet. Das soll nicht auf die Laborkosten angerechnet werden. mehr »

So sieht die Gesundheitsversorgung in den 32 WM-Ländern aus

Bei der Fußball-WM in Russland sind die teilnehmenden Nationen mit hochkarätigen medizinischen Betreuerstäben am Start. Doch wie sieht es mit der Gesundheitsversorgung in der Heimat aus? mehr »