Ärzte Zeitung online, 08.09.2009

Marathon-Beten gegen den Priestermangel

FREIBURG (dpa). Im Kampf gegen den Priestermangel setzt die katholische Kirche auf göttlichen Beistand und einen 30-tägigen Gebetsmarathon. Einen Monat lang soll in der Erzdiözese Freiburg ebenso wie in den Bistümern Fulda, Regensburg, Rottenburg-Stuttgart und Speyer ununterbrochen für geistliche Berufungen gebetet werden, kündigte das Erzbistum Freiburg am Dienstag an.

Der Gebetsmarathon sei vom 3. Oktober bis 1. November geplant. Gebetet werde ohne Pause und rund um die Uhr.

Es gelte, "das uns Mögliche beizutragen, dass in unseren Familien, in unseren Seelsorgeeinheiten mit ihren Gemeinden eine Atmosphäre entsteht, in der geistliche Berufe wachsen können", heißt es einem Schreiben des Freiburger Erzbischofs Robert Zollitsch an die Gemeinden seiner Diözese. Zollitsch, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, will ebenfalls gemeinsam mit dem Domkapitel und Theologiestudenten um den beruflichen Nachwuchs bitten. Im Internet können sich Gläubige informieren und Gebetszeiten eintragen.

Anlass für die diözesanübergreifende Initiative ist laut Zollitsch das 75. Jubiläum des monatlichen Gebetstages um geistliche Berufe. Am 8. September 1934 feierte Domprobst Bernhard Lichtenberg diesen Gebetstag in Berlin zum ersten Mal. Nach Angaben der Erzdiözese geht die Zahl der Priester kontinuierlich zurück.

Internet: www.30-tage-gebet.de

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