Ärzte Zeitung online, 09.09.2009

Scholz-Vorschlag für bessere Frauenlöhne

BERLIN (dpa). Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hat Vorschläge gemacht, wie die Nachteile für Frauen bei der Bezahlung aufgehoben werden können. Dazu legte er am Mittwoch in Berlin einen "Diskussionsentwurf" für ein Gesetz zur Verbesserung der Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern vor.

Im Durchschnitt verdienen Frauen 23 Prozent weniger als Männer. Dies sei ein "Kernindikator für die fortbestehende Ungleichbehandlung von Frauen im Erwerbsleben", heißt es in dem Papier.

Nach dem Entwurf sollen "zuverlässige Informationen" über geschlechtsspezifische Entgeltunterschiede ermittelt werden. Liegen solche vor, sollen Betriebsrat und Antidiskriminierungsstelle des Bundes in einem besonderen Verfahren vom Arbeitgeber die Durchsetzung gleicher Bezahlung für gleichartige Tätigkeiten verlangen können.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Asthma – oder nur zu dick?

Wenn keuchende, schwer übergewichtige Patienten in der Praxis über "Asthma" klagen, ist Vorsicht geboten. Denn oft sind die Symptome kein pneumologisches Problem. mehr »

WHO veröffentlicht die ICD-11

Nach 26 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation die Klassifikation der Todesursachen und Krankheiten auf eine neue Grundlage gestellt. Die ICD-11 ist am Montag veröffentlicht worden. mehr »

Warum Patienten aggressiver werden

Dass Patienten Ärzte verbal angreifen und bedrohen, kommt in Deutschland immer häufiger vor. Die Gründe dafür sind vielfältig. Vielerorts wappnen sich Mediziner in Praxen und Kliniken gegen die stärker aufkommende Gewalt. mehr »