Ärzte Zeitung online, 11.09.2009

Fall Kevin: Sozialarbeiter kommt vor Gericht

BREMEN (dpa). Der Tod des zweijährigen Kevin in Bremen hat für einen Sozialarbeiter und den Amtsvormund des Kindes ein juristisches Nachspiel. Das Landgericht hat nach Angaben vom Freitag die Eröffnung des Hauptverfahrens wegen fahrlässiger Tötung beschlossen. Wann der Prozess beginnt, stehe noch nicht fest, sagte ein Gerichtssprecher.

Die Leiche des Zweijährigen war im Oktober 2006 im Kühlschrank seines drogensüchtigen Ziehvaters gefunden worden. Der 43-Jährige verbüßt nach einem Urteil vom Juni 2008 eine zehnjährige Haftstrafe wegen Körperverletzung mit Todesfolge in Tateinheit mit Misshandlung von Schutzbefohlenen. Kevin stand damals unter staatlicher Obhut.

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