Ärzte Zeitung online, 16.09.2009

Mann stirbt Tage nach Wiederbelebung in der Ausnüchterungszelle

KREFELD (dpa). Ein 50-Jähriger, der bei seiner Ausnüchterung in einer Polizeizelle in Krefeld am vergangenen Wochenende wiederbelebt werden musste, ist am Dienstagabend im Krankenhaus gestorben. Wie die Polizei mitteilte, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen.

Noch in der Nacht sei die Leiche untersucht worden. Am Mittwoch wolle die Polizei zudem eine Obduktion des Toten bei der Staatsanwaltschaft Krefeld anregen.

Der stark betrunkene Mann war am Samstag als "hilflose Person" aufgefunden und zur Ausnüchterung in eine Zelle gebracht worden, berichtete ein Polizeisprecher am Dienstag. Der 50-Jährige sei früher schon mehrfach zur Ausnüchterung in Polizeigewahrsam gekommen.

Ein Arzt habe die Haftfähigkeit des Mannes bescheinigt. Binnen 15 Minuten sei der Zustand des Mannes zweimal kontrolliert worden - beim zweiten Mal sei er plötzlich ohne Atmung und Puls gewesen. Die Beamten hätten sofort die Wiederbelebung eingeleitet und einen Rettungswagen gerufen. Ein Notarzt habe die Maßnahmen fortgesetzt. Nach der Wiederbelebung des Mannes wurde er in ein Krankenhaus gebracht.

Topics
Schlagworte
Panorama (33118)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie Seelenklempner Stress bewältigen

Einen Sonntagsblues kennen sie nicht, denn montags ist Chorprobe: In Berlin singen Psychiater, Psychologen und Neurologen seit Jahren gemeinsam in einem außergewöhnlichen Chor. mehr »

Anti-Aging klappt – mit dem richtigen Sport

Wer sein Leben mit Hilfe von Sport verlängern will, sollte auf Sport setzen – und dabei vor allem auf eine Trainingsform, wie eine saarländische Studie jetzt nahelegt. mehr »

Cannabis ist weiter meistkonsumierte Droge

Sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen nimmt Cannabis unter den illegalen Drogen weiterhin die prominenteste Rolle ein. Das geht aus dem DBDD-Jahresbericht hervor. mehr »