Ärzte Zeitung online, 16.09.2009

Zwei Stunden Vene gesucht - Exekution verschoben

WASHINGTON (dpa) - Eine Exekution im US-Staat Ohio ist am Dienstag verschoben worden, nachdem das Hinrichtungsteam zwei Stunden lang vergeblich nach einer Vene für die Giftspritze gesucht hatte. Wie der Sender CNN weiter berichtete, setzte Gouverneur Ted Strickland die Prozedur für eine Woche aus.

Nach einer Woche soll erneut versucht werden, den Häftling Romell Broom mit einer Injektion zu exekutieren. Der heute 52-jährige Broom war wegen Entführung, Vergewaltigung und Ermordung eines 14-jährigen Mädchens 1984 zum Tode verurteilt worden.

Ursprünglich war seine Hinrichtung im Gefängnis von Lucasville für Dienstagvormittag geplant gewesen, dann jedoch aus legalen Gründen auf den Nachmittag verschoben worden. Nach Schilderungen von Brooms Anwalt Tim Sweeney hatte das Team beim Suchen nach der Vene zur Einleitung des Giftcocktails solche Mühe, dass es eine Pause einlegte.

Bereits 2006 hatte in Ohio eine Hinrichtung aus dem gleichen Grund 90 Minuten gedauert. Der Todeshäftling hatte Medienberichten zufolge während der Exekution wiederholt den Kopf geschüttelt und gesagt: "Es funktioniert nicht."

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