Ärzte Zeitung online, 18.09.2009

Mediziner: Verhütungsmittel gegen Klimawandel-Folgen

LONDON (dpa). Verhütungsmittel können die Folgen des Klimawandels für die Menschen in Entwicklungsländern nach Medizineransicht abfedern. Weltweit gebe es pro Jahr 76 Millionen ungewollte Schwangerschaften, weil mehr als 200 Millionen Frauen keinen Zugang zu Verhütungsmitteln haben, berichtet das Medizinjournals "The Lancet" im Vorwort seiner neusten Ausgabe.

Würde diese Nachfrage erfüllt und das Wachstum der Bevölkerung gebremst, wären die Auswirkungen des Klimawandels in diesen Regionen geringer, und auch die Umwelt würde entlastet.

Obwohl die Entwicklungsländer die geringste Schuld am Ausstoß von Schadstoffen hätten, würden sie am stärksten unter den Auswirkungen der Erderwärmung leiden. Ein schneller Bevölkerungszuwachs verschärfe die Situation angesichts von Wasser- und Lebensmittelknappheit und Umweltzerstörung noch. Die Mediziner bemängelten, dass das Thema Familienplanung noch zu selten in Klima-Diskussionen einfließe.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Manche Wortwahl irritiert mich sehr"

Gesundheitsminister Spahn wird wegen des TSVG von Ärzten kritisiert. Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" betont er: Es wird mit Falschinformationen Stimmung gemacht. mehr »

Galenus-Gala 2018 – Das sind die Gewinner

Was zeichnet innovative Arzneimittelforschung aus? Vier Medikamente und eine Forschergruppe erhalten den Galenus-von-Pergamon-Preis 2018. Für beispielhaftes soziales Engagement wurde zudem der CharityAward verliehen. mehr »

CharityAward für Zahnarzt im Waschsalon

Mit dem CharityAward zeichnet Springer Medizin Engagement von Menschen aus, die sich ehrenamtlich um hilfsbedürftige Menschen kümmern. Die diesjährigen Preisträger sind nun gekürt worden. mehr »