Ärzte Zeitung online, 18.09.2009

Nur jeder 100. Erwachsene hat kariesfreies Gebiss

GREIFSWALD (dpa). Weniger als ein Prozent der erwachsenen Deutschen haben ein kariesfreies Gebiss. Das geht aus dem aktuellen Situationsbericht "Mundgesundheit" hervor, den Zahnmediziner des Universitätsklinikums Greifswald für das Robert Koch-Institut erstellt haben.

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Foto: Jana Lumley ©www.fotolia.de

Aktuelle Studien belegten jedoch, dass drei Viertel aller Deutschen ihre Zähne gut pflegten und auch regelmäßig vom Zahnarzt kontrollieren ließen.

Störungen der Mundgesundheit hätten häufig mehrere Ursachen, sagte Professor Thomas Kocher vom Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde am Freitag in Greifswald.

"Die Lebensweise ist ausschlaggebend dafür, dass ein Teil der Zähne, oftmals schon im Kindesalter, geschädigt wird." Häufigste Erkrankungen sind laut Kocher Karies, Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodontalerkrankungen) sowie der daraus folgende Zahnverlust. Bei Erwachsenen und insbesondere auch Senioren wurde im Jahr 2005 erstmals eine rückläufige Verbreitung von Karies und Zahnverlust verzeichnet.

Vor allem bei den Kindern und Jugendlichen zeigten sich dem Bericht zufolge in den vergangenen Jahren deutliche Verbesserungen in der Zahngesundheit. Dazu habe unter anderem der Einsatz von Fluoriden beigetragen. Die Forscher registrieren jedoch eine "Polarisation der Kariesbetroffenheit". Danach hat eine kleine Teilgruppe der Erkrankten einen Großteil der kariösen Zähne.

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