Ärzte Zeitung online, 25.09.2009

Mithäftling wegen einer Maus getötet

WASHINGTON (dpa). Acht lange Monate hatte ein Häftling in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Pennsylvania eine Maus als Haustier in seiner Zelle gehalten. Liebevoll taufte er den Nager auf den Namen Amadeus, baute ihm gar ein Laufrad. Doch als er das Tier eines Tages tot unter der Matratze eines Zellengenossen entdeckte, sah der 43-Jährige rot.

Vier Tage später setzte er den vermeintlichen Mäuse-Mörder mit Drogen außer Gefecht und schlug so lange mit einem Stein auf ihn, bis er tot war. Jetzt wurde der "Mäuse-Vater" wegen Mordes zu 24 Jahren und vier Monaten Haft verurteilt.

Wie US-Medien berichteten, wussten die anderen Zellenbewohner von der Existenz der Maus. Sie hätten das Tier nicht nur geduldet, sie hätten sogar regelrecht Rücksicht auf die Maus genommen. Um Amadeus nicht zu verletzten, hätten sie etwa stets in ihre Schuhe geschaut, bevor sie diese anzogen.

Die erneute Haftstrafe muss der Verurteilte, der sich vor Gericht für schuldig bekannte, allerdings erst im Jahr 2014 antreten - wenn er seine derzeitige Strafe wegen Einbruchs, Diebstahls und versuchten Mordes abgesessen hat.

Topics
Schlagworte
Panorama (32510)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

O-Saft senkt das Gicht-Risiko - und hält schlank

Vom Saulus zum Paulus: Galten Fruchtsäfte einst als gesunde Getränke, verbannen heute sogar manche Schulen die süßen Säfte. Forscher brechen jetzt eine Lanze für Orangensaft. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »

Prä-Op-Leistungen - Und wer zahlt jetzt das Labor?

Wenn eine Leistung in der anderen enthalten ist, kann sie nicht gesondert abgerechnet werden. Diese Regelung greift unter anderem beim präoperativen Labor. Die Laborreform ändert daran nichts. mehr »