Ärzte Zeitung online, 29.09.2009

Ernte von Genkartoffel "Amflora" beginnt

BÜTOW (dpa). Im mecklenburg-vorpommerschen Bütow hat die Ernte gentechnisch veränderter Kartoffeln der Sorte "Amflora" begonnen. Das berichtete der "Nordkurier" (Dienstagsausgabe). Es gibt um die Zulassung von "Amflora" seit Jahren Streit, weil sie ein Antibiotika-Resistenz-Gen enthalten.

Die Kartoffeln waren nach der Genehmigung durch das Bundesagrarministerium Anfang Mai auf 20 Hektar Fläche angepflanzt worden. Gegen den Anbau hatte es Proteste von Gentechnikgegnern gegeben. Die geernteten Kartoffeln werden in Bütow als Saatgut gelagert. Die Knollen sollen zur Produktion von Stärke in der Papier-, Textilien- oder Klebstofferzeugung genutzt werden. Dafür fehlt aber noch die Genehmigung durch die EU-Kommission.

Um die Zulassung von "Amflora" gibt es seit Jahren Streit. Im Kern geht um die Fragen, ob ein in "Amflora" enthaltenes Antibiotika-Resistenz-Markergen auf Bakterien übertragen werden könnte und welche Folgen dies hätte.

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