Ärzte Zeitung online, 29.09.2009

Knast-Bowle eimerweise - Häftlinge in Kliniken

DÜSSELDORF (dpa). Eine hochprozentige "Häftlingsbowle" hat 14 Insassen der Justizvollzugsanstalt (JVA) Düsseldorf einen Kurzaufenthalt auf der Intensivstation eingebracht. Zunächst hatten JVA-Beamte am Montagnachmittag nur bei einem Häftling seltsames Verhalten bemerkt. Nach Alkoholtests seien dann aber bei 13 weiteren Insassen bis zu 1,8 Promille festgestellt worden

Erste Erkenntnisse ergaben, dass die Häftlinge ein hochprozentiges Alkoholgemisch aus Fruchtsaft, Obst und Zucker getrunken hatten. Dieses sei unbemerkt in den Arbeitsräumen der Vollzugsanstalt in einem Industrie-Eimer hergestellt worden, teilte Anstaltsleiter Bernhard Lorenz zur dpa am Dienstag mit. Auf Veranlassung des Notarztes wurden die zwischen 25 und 35 Jahre alten Männer vorsorglich zur Beobachtung auf die Intensivstationen verschiedener Kliniken gebracht.

Bis Dienstagmittag seien bereits acht Häftlinge in die JVA zurückgekehrt - "leicht verkatert", aber wohlauf. Die übrigen Männer wurden bis zum Abend zurück erwartet. Die Häftlinge müssen nun mit Freizeiteinschränkungen rechnen.

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