Ärzte Zeitung online, 01.10.2009

Studie: Frust statt Leidenschaft in deutschen Betten

HAMBURG (dpa). In deutschen Schlafzimmern herrscht einer Studie zufolge Flaute. Fast die Hälfte (46 Prozent) aller Paare ist unzufrieden mit dem eigenen Sexleben. Das zieht sich durch alle Altersklassen, auch beim Geschlecht gibt es kaum Unterschiede.

Bei den über 50-Jährigen herrscht nur geringfügig mehr Frust (48 Prozent) als bei den Jüngeren. Frauen und Männer sind fast gleich frustriert, wie die Partneragentur Parship am Donnerstag in Hamburg mitteilte.

Trotz aller Offenheit in den Medien ist Sex im Jahr 2009 noch immer ein Tabuthema für viele Deutsche. Laut Umfrage spricht jedes vierte Paar nicht über Sex, vor allem Frauen tun sich damit schwer. Diplom-Psychologe Markus Ernst rät in diesem Fall, Taten statt Worte sprechen zu lassen: "Zeigen Sie Ihrem Partner ganz konkret, was Ihre Bedürfnisse und Vorlieben sind." In der Hälfte der Fälle ist die Angst vor der Reaktion des Partners der Grund für das Schweigen, für immerhin 38 Prozent ist Sex "generell ein schwieriges Thema".

Das Institut Innofact hat im August 2000 Menschen zwischen 18 und 65 Jahren befragt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Jeder dritte Brustkrebs im MRT übersehen

MRT-Bilder helfen, Brustkrebs früh aufzuspüren – doch in vielen Fällen gelingt das nicht. Eine niederländische Studie ergab: Jedes dritte Karzinom ist im MRT übersehen worden. mehr »

Elektrostimulation macht Gelähmten Beine

Querschnittgelähmte können mit Krücken wieder gehen – dank einer individuell angepassten epiduralen Stimulation. Allerdings ist die Therapie nicht für jeden geeignet. mehr »

Orthopäde schwört auf Praxismarketing

Einfach nur Basisorthopädie anzubieten, ist nicht Dr. Jörg Thiemes Ding. Um auf seine Spezialitäten aufmerksam zu machen, setzt er auf ein umfassendes Praxismarketing. mehr »