Ärzte Zeitung online, 02.10.2009

Selbstmordserie bei France Télécom beschäftigt Regierung

PARIS (dpa). Die Selbstmordserie unter Mitarbeitern des französischen Telekommunikationskonzern France Télécom hat erneut die Regierung in Paris auf den Plan gerufen. Wirtschaftsministerin Christine Lagarde bat am Donnerstag Unternehmenschef Didier Lombard zum Gespräch, um sich das Konzept zur Verhinderung weiterer Taten erklären zu lassen.

Dieses sieht einen neuen Sozialplan sowie die verstärkte Unterstützung von psychisch labilen Mitarbeitern vor. Die Angehörigen der Selbstmordopfer der vergangenen Monate sollen ebenfalls psychologische Hilfe sowie Geld bekommen.

Konzernchef Lombard habe in dieser schwierigen und schmerzhaften Zeit ihr vollstes Vertrauen, ließ Ministerin Lagarde nach dem Treffen mitteilen. Zuvor hatte es Rücktrittsforderungen gegen den Manager gegeben.

Nach Gewerkschaftsangaben haben sich seit Februar 2008 zwei Dutzend Télécom-Beschäftigte das Leben genommen - zuletzt sprang am Montag ein Mitarbeiter von einer Brücke.

Topics
Schlagworte
Panorama (32852)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Ein querschnittsgelähmter Mann kann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

OTC-Gebrauch verfälscht Laborwerte

Die meisten Patienten nehmen gelegentlich freiverkäufliche Arzneimittel ein. Nur wenige legen das gegenüber ihrem Arzt offen. Das hat Folgen, etwa für die Interpretation von Laborergebnissen. mehr »