Ärzte Zeitung online, 07.10.2009

Herrenlose Reisetasche legt Zugverkehr lahm

BOIZENBURG (dpa). Eine herrenlose Reisetasche auf dem Bahnhof von Boizenburg (Mecklenburg-Vorpommern) hat am Dienstag für eine knapp fünfstündige Sperrung der Bahnstrecke Berlin-Hamburg gesorgt. Das Gepäckstück erwies sich aber als harmlos. Experten des Munitionsräumdienstes beschossen es mit einem Wassergewehr, wie Stefan Perschall der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt der dpa sagte. "Danach war von der Tasche nicht mehr viel übrig."

Nach dem Taschenfund auf einem Bahnsteig waren der Bahnhof Boizenburg und die beiden Gleise kurz nach 11.00 Uhr abgeriegelt worden. Die Fernzüge zwischen Berlin und Hamburg wurden zunächst über Salzwedel/Uelzen umgeleitet, bis auch dort nichts mehr ging, nachdem bei Lüneburg ein Mensch von einem Zug erfasst worden war. Erhebliche Verspätungen waren die Folge.

Von 15.45 Uhr an konnte der Verkehr wieder durch den Bahnhof Boizenburg rollen. Einer Bahnsprecherin zufolge mussten Reisende zwischen Hamburg und Berlin sowie Hamburg und Rostock aber noch bis in den Abend hinein Verspätungen in Kauf nehmen.

Der Zwischenfall hatte auch Folgen für den US-Botschafter in Deutschland, Philip Dunton Murphy. Sein Zug nach Hamburg wurde wegen des Taschenfundes noch vor Boizenburg in Ludwigslust gestoppt. Der Botschafter setzte seine Fahrt zu Terminen in Hamburg im Auto fort.

Unklar blieb am Dienstag, wem die Reisetasche gehörte, die so viel Aufregung verursacht hatte. Die Bundespolizei ermittele weiter, um den Besitzer herauszufinden, sagte Perschall.

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